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Champagne

Champagne - Allgemein
Die Wein-Region Champagne gehört zu den berühmtesten Wein-Anbaugebieten der Welt, wird doch an diesem Ort der berühmteste Schaumwein der Welt erzeugt, der Champagner. Dieser Wein ist der belebende und erotische Prickler, der Qualitätsschaumwein schlechthin. Wie kein zweiter Wein hat er es geschafft, seine Herkunftsbezeichnung zum Markenbegriff zu etablieren, mit dem höchstes Prestige fast untrennbar verbunden ist.

Auch wenn in der Vergangenheit Konkurrenten in der Schaumwein-Herstellung auftauchten, zum Beispiel in Kalifornien oder der spanische Cava, nimmt die Champagne, das erste Herkunftsgebiet der Welt, welches sich ausschließlich auf die Herstellung flaschenvergorener Schaumweine spezialisierte, immer noch die unumstrittene Poleposition in der Welt ein.
Die Champagne liegt nordöstlich von der französischen Hauptstadt Paris, erstreckt sich auf etwa 34.000 Hektar und erzeugt etwa 240 Millionen Liter Wein jährlich. Das Wein-Anbaugebiet Champagne ist nicht mit der französischen Region Champagne identisch, vielmehr umfasst es noch Teile der Regionen Picardie sowie Île-de-France.
Das Champagne-Wein-Gebiet ist in vier Zonen gegliedert: Die Montagne de Reims ist ein bewaldetes, von Wein-Gärten durchzogenes Hügelgebiet südlich der Stadt Reims. An beiden Ufern des Marne-Tals stehen die Reben des Gebietes der zweiten Zone in der Champagne, Vallé de la Marne. Südlich von Epernay, die zweite große Stadt, welche in der Champagne liegt, ist das hügelige Côte des Blancs, welche hauptsächlich mit Chardonnay bestockt ist. Getrennt von diesen drei aneinander grenzenden Gebieten, welche zum Départements Marne gehören, liegt eine vierte Champagne-Region, das Département Aube, dessen Wein-Rebgärten zu etwa 80 Prozent mit Pinot noir bestockt sind.
Die Landschaft der Wein-Region Champagne, ist nicht so glitzernd und gleißend wie ihr bekanntestes Produkt, sondern eher still, beschaulich sowie wald- und hügelreich.
Das extrem kontinentale und daher kühle Klima der Champagne ist ideal für die Erzeugung von Champagner-Grundweinen, weil die lebendige Säure diesen Eleganz und Vitalität verleiht.
Das Wichtigste sind jedoch die Böden. Der beste Champagner stammt von der berühmten blendend weißen Kreideformation, die unter einer 20 bis 50 cm dicken Schicht Mutterboden in der Champagne liegt. Diese entstand aus den Schalen, Panzern und Skeletten von Schalentieren oder Seeigeln, welche sich in dem Meer befanden, was vor Tausenden von Jahren an der Stelle Nordfrankreichs weilte. Diese Kreide ist es, welche den Charakter des Champagners prägt und ihn zu seinen lebendigen Säuren und mineralischen Abstufungen verhilft. Darüber hinaus sorgt die Kreideschicht für einen günstigen Wasserhaushalt und speichert sowie reflektiert die Sonnenwärme.

Wein-Rebsorten in der Champagne
Für Champagner sind drei Wein-Rebsorten zugelassen. Die einzige weiße Sorte ist mit 25 bis 30 Prozent der Bestockung Chardonnay, dem besonders der Kreideboden in der Champagne entgegenkommt.
Mit knapp 40 Prozent Anteil an der Verstockung in der Wein-Region Champagne ist der Pinot noir die stärkste Fraktion unter den drei verwendeten Wein-Rebsorten. Dem Pinot noir liegen vor allem härteren sowie schwereren Böden der Montagne de Reims in der Champagne.
Etwa 35 Prozent der Gesamtbestockung in der Champagne stellt der Pinot meunier, welcher später austreibt und früher reift als der Pinot noir, weshalb er auch für den Anbau in kühlerem Klima wie etwa dem Marne-Tal geeignet ist. Der Wein daraus besitzt florales Aroma, eine begrenzte Finesse sowie ein geringes Alterungspotential. Die besten Champagner enthalten daher nur wenig oder überhaupt keinen Pinot meunier.

Wein in der Champagne
Champagner gibt es in vielfältigen Geschmacksrichtungen - jedes der über 200 Champagnerhäuser erzeugt einen Wein eigenen Stils. Aus diesem Grunde gibt es im Wein-Anbaugebiet Champagne verschiedene Champagnertypen zu verzeichnen, wie zum Beispiel den Blanc de Blancs, welcher nur aus der weißen Chardonnay-Traube gekeltert wird. Dieser Wein aus der Champagne ist in der Regel frisch und lebendig und ein guter Aperitif. Daneben kennt man den Blanc de Noir, der ausschließlich aus den dunklen Trauben von Pinot Noir und/oder Pinot Meunier gekeltert wird und eine kräftige Struktur sowie Frucht besitzt.
Der bei weitem wichtigste Champagnertyp aus der Champagne ist der Brut, ein trockener Wein, welcher eine geringe Dosage enthält, deren Obergrenze auf 15 g/l Zucker festgesetzt ist.
Der Rosé-Wein wird selten aus roten Trauben mit etwas Schalenkontakt, häufiger aus einer Mischung von Rot- und Weißwein komponiert. Dieser Wein aus der Champagne ist oft kräftiger und fruchtiger sowie gut zum Essen geeignet.
Ein Millésimé-Champagner stammt nur aus den Jahren mit besonders guten Bedingungen. Dieser Wein wird oft drei bis sechs Jahre gealtert und besitzt mehr Volumen sowie Körper. Außerdem reift er mehrere Jahre gut in der Flasche weiter.
Andere Beispiele für Wein aus der Champagne sind der Sec, der Crémant und der Cuvée de Prestige.

Geschichte der Champagne
Die Champagne war schon früh in der Geschichte Kreuzungspunkt wichtiger Handelsrouten aus allen Himmelsrichtungen und deshalb schon früh von großem Wohlstand gesegnet. Seit dem fünften Jahrhundert ist Wein-Bau in der Champagne nachweisbar, auch wenn die Spezialisierung auf Schaumwein erst wesentlich später erfolgte.
Vom 17. Jahrhundert an kannte man einen einheitlichen "Vin de Champagne", welcher noch zumeist still ausgebaut wurde und nur manchmal in der Flasche moussierte. Die leicht rosé-farbenen Weine aus der Champagne, welche vorwiegend aus Pinot Noir gekeltert wurden, genossen bereits eine gewisse Beliebtheit in den Salons der Londoner Gesellschaft. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert war der Wein der Champagne einschneidenden Veränderungen unterworfen, welche aus ihm das flaschenvergorene, perlende Produkt machten, als was er heute bekannt ist.
Der berühmte Abt des Klosters Hautvillers, Dom Pérignon, legte den Grundstein dieser Entwicklung - so war er der Erste, welcher bezüglich der Sortenwahl einen vollwertigen Rotwein kelterte, aber auch der Erste, der aus roten Trauben einen echten Weißen presste. Durch die von ihm initiierte Verwendung stärkerer Glasflaschen mit Korkverschlüssen, die höheren Druck aushielten, wurde es möglich, moussierende Produkte zu füllen und zu exportieren.
Nachdem diese Wein-Produktion am Anfang noch recht gering war, ist es einem Kellermeister der berühmten Witwe Clicquot zu verdanken, dass die Produktion des Champagners durch die Erfindung des Rüttelpults und die exakte Dosierbarkeit der "liqueur de tirage" für die zweite Gärung in industrielle Dimensionen vordringen konnte.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts stellte sich der eigentliche wirtschaftliche Erfolg für die Wein-Region Champagne ein, indem eine junge Gruppe Deutscher namens Krug, Röderer und Deutz, deren Namen noch heute die Elite der Champagnerindustrie bilden, schnell den Großteil der einheimischen Firmen aus dem Markt verdrängten und das Regiment in der Wein-Region um Reims übernahmen.
Der Erfolg überdauerte Weltkriege und Besitzerwechsel und heute ist der Champagner der berühmteste Schaumwein der Welt. Diese beispiellose Erfolgsgeschichte beruht auf einer einzigartigen Konstellation von Klima, Böden und Wein-Rebsorten, aber auch auf weinpolitischer Weitsicht und Disziplin, die sich über die Jahrhunderte hinweg zu einer der homogensten Appellationen der Welt formierten, die Wein-Region Champagne.

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