Stuart Pigott: ,,Für Hansjörg Rebholz ist der Respekt vor der Natur die Quelle all dessen, was einen Wein ausmacht."
Der Großvater, Ökonomierat Eduard Rebholz war der Pionier des Qualitätsweinbaus in der Südpfalz. Der Vater Hans Rebholz hat als Verfechter durchgegorener und trockener Weine den Stil des Hauses weiter verfestigt. Weit über 90 Prozent aller Rebholz-Weine sind seitdem trocken ausgebaut. Seit dem Tod von Hans Rebholz im Jahre 1978 führen Mutter Christine Rebholz und ihr Sohn, Hansjörg Rebholz, unterstützt von seiner Frau Birgit, den Betrieb. Veränderungen in Weinanbau und Kellertechnik hat es während dieser Zeit nur gegeben, wenn sie der Philosophie des Hauses nicht widersprachen und wenn sie eindeutige Verbesserungen der Weinqualität ermöglichten. Ein Beispiel ist die Modernisierung der Rotweingärung für die Spätburgunder von Rebholz, ein weiteres sind die Weine.
Seit 1989 wird ein Teil der Rebholz-Weine im kleinen Eichenholzfass als eigene, hochwertige Weinlinie mit schwarzem Etikett ausgebaut. 1993 schließlich wurde der erste Gutssekt des Hauses vorgestellt.
Rieslinge und Burgunder. Die Lagen des knapp 14 Hektar großen Weingutes sind durch die Bodenvielfalt des Rheingrabenbruchs geprägt. Vom Rotliegenden der Spitzenlage "Kastanienbusch" über Löß und Hangschotter am "Münzberg", Löß im "Rosenberg" und Muschelkalk, Hangschotter und Löß "Im Sonnenschein" bieten Böden und Klima ausgezeichnete Voraussetzungen für die klassischen Sorten, auf die wir uns beschränken. Mit 35 Prozent Riesling und 50 Prozent Burgundersorten (Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay) werden die Stärken der Klimazone für trockene, besonders zum Essen passende Weine, genutzt. Aromabetonte Gewürztraminer, Muskateller sowie Müller-Thurgau runden das Weinprogramm ab.
Zur Anlage des Weines kommt die persönliche Handschrift des Winzers. Im Herbst werden die Früchte sorgsamer Arbeit an Boden und Reben geerntet. Mit der Hand natürlich. Qualität beginnt im Weinberg, bei Rebholz mit strenger Ertragsbegrenzung auf durchschnittlich 6.000 Liter pro Hektar, später Lese, sorgfältiger Traubenselektion und weit über den gesetzlichen Anforderungen liegenden Mostgewichten. Die hochwertigen Moste werden nicht zum raschen Verbrauch ausgebaut. Die weißen und roten Prädikatsweine benötigen Zeit, um alle Geruchs- und Geschmacksnuancen optimal zu entfalten. Einzelne Weine werden bei Rebholz erst mehrere Jahre nach der Ernte freigegeben. Ihre Langlebigkeit ist den Freunden des Hauses ein Begriff.
Seit über 50 Jahren werden die Weine so ausgebaut, dass sie nur das haben, was ihnen die Natur auch geschenkt hat: Bei Rebholz wird freiwillig auf auf Chaptalisation (Erhöhung des natürlichen Alkoholgehaltes durch Zugabe von Zucker bzw. auf die neuerdings erlaubte Konzentrierung) und ,, Süßreserve" (Zugabe von Traubensaft vor der Flaschenfüllung zur Süßung) verzichtet. Man ist stolz, dass die Rebholz Weine trotz der selbst auferlegten Einschränkung bei vielen Verkostungen überaus erfolgreich abgeschnitten haben. So können Sie ihren Namen an der Spitze oder auf den vorderen Plätzen bei vielen Verkostungen finden. Diese Erfolge sind für das Rebholz Team ein weiterer Ansporn, den schwierigen Weg ohne Kompromisse weiterzugehen.
Gault Millau 2009:
„…In jedem Jahrgang seit 1998 gehörten seine trockenen Weine zu den feinsten, die in Deutschland erzeugt wurden. 2000 lieferte Rebholz Meisterstücke ab, die Weißweine aus 2001 übertrafen die 2000er noch, 2002 war Rebholz mit dem Erreichten ebenso zufrieden wie wir. 2003 gab es aufgrund der Trockenheit weniger Topweine, doch kaum Qualitätsverlust. 2004 war mit frischer Säure ein Jahrgang, der Rebholz liegt, er belohnte uns mit einer Phalanx an 90- Punkten- Weinen. 2005 stand er erneut mit seinen Rieslingen, Burgundern, brillanten Muskatellern und Gewürztraminern unter den allerbesten Deutschlands. Wenn Rebholz seine Überzeugung äußert, in kleinen, schwierigen Jahrgängen erkenne man die Qualität des Winzers, so lieferte er in 2006 selbst den Beweis höchster Qualität. 2007 andererseits war er schon bei der Ernte begeistert und ist überzeugt, einer seiner besten Jahrgängen überhaupt geerntet zu haben. Dem können wir uns voll anschließen. Keine Handvoll deutscher Erzeuger ist in der Lage, eine ähnlich grandiose Serie trockener Weine auf den Tisch zu stellen. Dabei ist „ 2007 Rebholz“ zweifellos in bester Tradition des Hauses ein Jahrgang zum Einlagern….“
Eichelmann 2009:
„….Seit Ende der achtziger Jahre kenne ich nun die Weine von Rebholz: kein anderer im Süden der Pfalz hat sich so kontinuierlich Jahr für Jahr gesteigert wie Hansjörg Rebholz. …Eine ganz starke Kollektion mit ausdrucksstarken Weinen präsentiert er auch im Jahr 2007. Die Großen Gewächse sind noch sehr jugendlich, besitzen aber Klasse und Kraft..."
Stuart Pigott, kleiner genialer Weinführer 2009:
„ …Zwei expressive Vertreter der Pfälzer Liebe zur Leichtigkeit ohne einen Hauch Leichtsinnigkeit. Der Wein „vom Buntsandstein“ ist direkter, der „ vom Rotliegenden“ verspielt wie Vivaldis Frühling…“
Der kleine Johnson 2009:
„Seit Jahrzehnten Spitzenweingut im Bereich Südliche Weinstraße mit außerordentlicher Beständigkeit. Hier bekommt man einige der besten trockenen Muskateller, Gewürztraminer, Chardonnay- Weine (im burgundischen Stil) und Spätburgunder der Pfalz. Erstklassiger Riesling „Große Gewächs“.
Gault Millau 2010
"Grandiose Burgunder von Hansjörg Rebholz in zwei völlig verschiedenen Stilarten besetzten unangefochten die Spitzenplätze."






















