Uruguay liegt zwischen zwei großen Nachbarn, Brasilien im Norden und Argentinien im Süden, an der südamerikanischen Atlantikküste. Die südliche Landesgrenze bildet der Rio de la Plata, der dort ins Meer mündet. Handel und Landwirtschaft waren lange Zeit die Hauptstandbeine der uruguayischen Wirtschaft.
Der Weinbau in Uruguay ist in seinen Dimensionen dem europäischen Weinbau vergleichbar. Die Weingüter sind häufig familiengeführt und bestellen nicht mehr als 10 ha Weinberge. Der entscheidende Einflussfaktor für die Weine Uruguays ist der Atlantik, in dessen Küstennähe die Weinberge zumeist liegen. Hier trifft der kalte Malvinas-Strom auf die Küste und bringt seinen kühlenden Einfluss mit ausgeprägten Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen. Südpolare Luftströmungen beeinflussen ebenfalls die Temperaturen im Süden Uruguays.
Die Pisanos stammen aus Italien, wo sie auf eine Weinbautradition von mehr als 300 Jahren zurückblicken können. 1870 wandert der Urgroßvater Pisano nach Uruguay aus, im Jahre 1914 kommt sein Sohn Cesare nach und legt in der Nähe von Progreso die ersten Weinberge an. Heute zählt das Familienweingut Pisano zu den angesehensten Betrieben des Landes. Und noch immer arbeitet die ganze Familie mit. Jeder der drei Pisano-Brüder mit Familien und der Vater leben inmitten ihrer Weinberge.
Die Rebstöcke von Pisano wachsen auf kalkhaltigen Tonböden in der Nähe des Rio de la Plata, etwa 25 km nördlich von Montevideo, sie werden nicht künstlich bewässert. Insgesamt besitzt die Familie Pisano heute 15 ha Rebberge, die eng bepflanzt sind und sehr geringen Ertrag erbringen. Alle Trauben werden per Hand gelesen.
Der Keller ist mit minimaler Technik eingerichtet, die Gärtanks fassen in der Regel nicht mehr als 10.000 l. Bei Pisano arbeitet man mit temperaturkontrollierter Vergärung, um die landestypischen ausdrucksvollen Fruchtnoten der Rebsorten zu bewahren. Barriqueausbau wird sehr selektiv und nur bei einem kleinen Anteil der Weine eingesetzt. Die Weine werden noch in Handarbeit mit minimaler Schwefelung abgefüllt. Danach reifen die Pisano-Weine noch mindestens 6 Monate in der Flasche.
Die Familie Pisano hat seit Beginn kompromisslos auf Qualität gesetzt und auch in schwierigen Zeiten Rebsorten und Klone gepflanzt, die niedrige Erträge und hohe Qualität ergeben. Die Pisano-Weine sind das Gegenteil industriell erzeugter Massenweine – zu Recht ist Familie Pisano stolz darauf.












